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Solution Guide - Technologie-Lebenszyklusmanagement

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren ADOIT-Lösungen! Wir freuen uns darauf, Sie dabei zu unterstützen, Ihre EA-Initiativen in greifbare Ergebnisse zu verwandeln.

Bevor Sie beginnen

Dieser Leitfaden setzt voraus, dass Sie bereits den ADOIT Quick Start Guide abgeschlossen haben. Wenn Ihre ADOIT-Umgebung bereits eingerichtet ist, können Sie direkt mit dem Solution Guide für Technology Lifecycle Management beginnen.

Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Technologielandschaft

Technologie entwickelt sich rasant. Was heute noch Standard ist, kann morgen schon veraltet und riskant sein. Veraltete Technologien erhöhen die technische Schuld, verursachen unnötige Kosten und bremsen Ihre Innovationskraft. Technology Lifecycle Management hilft Ihnen, Transparenz in Ihren Stack zu bringen und Risiken proaktiv zu managen, bevor sie akut werden.

Illustration

Es geht nicht nur darum, Listen von Software und Servern zu führen. Es geht darum, zu verstehen, welche kritischen Applikationen von welchen Technologien abhängen. Indem Sie End-of-Life-Daten im Blick behalten und klare Verantwortlichkeiten etablieren, schaffen Sie eine solide Basis, um veraltete Systeme rechtzeitig stillzulegen und Ihre IT-Landschaft modern, sicher und zukunftssicher zu halten.

Warum Technology Lifecycle Management in ADOIT

Effektives Technologiemanagement erfordert mehr als isolierte Tabellen. ADOIT verknüpft Ihre Technologielandschaft direkt mit Ihrer Geschäftsarchitektur. Sie sehen sofort, welche Auswirkungen eine auslaufende Datenbank-Version auf Ihre Applikationen und Geschäftsprozesse hat. Mit Funktionen wie der KI-gestützten Suche nach Lebenszyklusdaten und integrierten Roadmaps verwandeln Sie einfache Verwaltung in strategische Weitsicht.

Dies ermöglicht Ihnen, verborgene Risiken aufzudecken, Updates gemeinsam mit den Applikationsverantwortlichen zu koordinieren und intelligentere Investitionsentscheidungen auf Basis verlässlicher Daten zu treffen.

Wie es in ADOIT funktioniert

Best Practice:

Um den maximalen Mehrwert aus dem Technology Lifecycle Management zu ziehen, empfehlen wir, zunächst Ihr Applikationsportfolio aufzubauen. Zumindest eine Liste von Applikationskomponenten ist erforderlich, um Abhängigkeiten effektiv abzubilden und Risiken zu identifizieren.

Weitere Informationen zum Applikationsportfolio-Management in ADOIT finden Sie in unserem dedizierten Solution Guide.

Wählen Sie das Lean-Metamodell-Profil als Ausgangspunkt

Wie bereits im ADOIT Quick Start Guide empfohlen, wählen Sie das Metamodell-Profil ‚ADOIT for Lean Architecture Fans‘. Es ist ein bewährter und pragmatischer Ausgangspunkt, der die Dinge einfach hält und gleichzeitig aussagekräftige Analysen ermöglicht.

Es vereinfacht die Komplexität von ArchiMate und stellt gleichzeitig sicher, dass Sie über alle Objekte und Beziehungen verfügen, die für die vollständige Nutzung unserer angebotenen Solutions und Beispielmodelle erforderlich sind.

Metamodel Profiles

Von dort aus können Sie es Schritt für Schritt erweitern, sobald Sie wissen, welche Elemente und Beziehungen Sie für Ihre Technology-Lifecycle-Management-Praxis tatsächlich benötigen.

Ein klares Technologie(-Referenz)modell etablieren

Bringen Sie Struktur in Ihre IT-Landschaft, indem Sie ein skalierbares Referenzmodell definieren. Indem Sie Technologien in logische Domänen organisieren und klare Verantwortlichkeiten zuweisen, schaffen Sie eine solide Basis für intelligentere Architektur-Entscheidungen. Das Ergebnis ist eine bestens organisierte Tech-Landschaft, in der jede Technologie einen klaren Platz und Zweck hat.

technology reference model

Schritte:

  1. Erstellen Sie die Ordnerstruktur. Öffnen Sie den Object Explorer und erstellen Sie einen neuen Ordner namens „Technology Domains“.

  2. Definieren Sie Ihre Domänen. Wir empfehlen, Technologiedomänen auf zwei Ebenen zu definieren, um eine saubere Übersicht zu behalten (z. B. Level 1: „Data Storage“, Level 2: „Relational Database Systems“).

  3. Erstellen Sie Ordner für jede übergeordnete Technologiedomäne.

  4. Erstellen Sie die Technologiedomänen. Verwenden Sie den Elementtyp „Grouping“ (Gruppierung), um sie darzustellen. Dies ermöglicht es Ihnen, später spezifische Technologien zu bündeln.

Volle Transparenz in der gesamten IT erhalten

Der wahre Wert des Technologiemanagements liegt im Verständnis der Abhängigkeiten. Verknüpfen Sie Applikationen mit den Technologien, auf die sie angewiesen sind, um Abhängigkeiten zu visualisieren und zu verstehen. Dieser Schritt verbessert die Datengenauigkeit, deckt verborgene Risiken auf und bietet ein präzises Technologie-Mapping über Ihre gesamte Architektur hinweg.

Schritte:

  1. Erfassen Sie Ihre Technologien. Sammeln Sie in Ihren Domänen-Ordnern alle Technologien auf Ebene der Hauptversion (Major Version). Verwenden Sie Elemente des Typs „System Software“, um die verwendeten Technologieprodukte zu definieren.
Hinweis

Halten Sie es schlank: Definieren Sie Technologien nur auf der Ebene der Hauptversion (z. B. „Oracle 19c“). Gehen Sie nicht tiefer (z. B. Patches oder Minor Builds). Eine detailliertere Versionierung ist für strategische EA-Aktivitäten typischerweise irrelevant und verursacht unnötigen Wartungsaufwand.

  1. Füllen Sie das Wesentliche aus. Füllen Sie für jedes System-Software-Element mindestens Folgendes aus:
    • Name: Inklusive der Hauptversion.
    • Responsible Person (Verantwortliche Person): Wer verwaltet diese Technologie?
    • Application Components (Applikationskomponenten), die diese System-Software nutzen, über die Beziehung „System Software -> serves -> Application Component“.
    • Fügen Sie eingehende Beziehungen („aggregates“) von dem Grouping hinzu, das die unterste Ebene der Technologiedomäne repräsentiert.

Metamodel presentation

Dem End-of-Life einen Schritt voraus sein

Lassen Sie sich nicht von Ablaufdaten überraschen. Verfolgen Sie Lebenszyklen mit den intelligenten Funktionen von ADOIT, um die Kontrolle über den Technologie-Lebenszyklus zu erlangen. Durch die Nutzung der KI-gestützten Suche können Sie Ablaufdaten verfolgen und Ersatzlösungen planen, bevor sie dringend werden. Dies gewährleistet eine proaktive Risikominderung und reduziert Ausfallzeiten.

Schritte:

  1. Mit KI anreichern. Nutzen Sie das KI-basierte ‚End-of-Life Lookup‘ im Notebook eines Objekts. Es findet nicht nur definierte EOL-Daten aus Online-Quellen, sondern erstellt auch eine Prognose für anstehende EOL-Daten basierend auf historischen Datenmustern.

  2. Erstellen Sie eine Analyse, um Ablaufdaten über Farbcodierung zu verfolgen:

    • Erstellen Sie eine Suche, die Ihre Groupings der ersten Ebene (Domänen), eingeschränkt auf die relevanten Ordner, abruft.
    • Erstellen Sie aus Ihren Suchergebnissen eine Box-in-Box-Visualisierung, um zu zeigen, wann Technologien ihr End-of-Life erreichen.
    • Verwenden Sie für die Box-in-Box-Visualisierung die folgende Hierarchie: Groupings der ersten Ebene (Domänen) → Groupings (Sub-Domänen) → System Software.
    • Verwenden Sie Farbcodierung, um Ablaufdaten zu visualisieren.

Box-in-box colour coding

Erkennen, was gefährdet ist

Die Technologie zu verstehen ist eine Sache; die geschäftlichen Auswirkungen zu verstehen eine andere. Identifizieren Sie, welche Applikationen von auslaufenden Technologien abhängen, um die Service Continuity (Dienstkontinuität) sicherzustellen. Diese Ansicht priorisiert Updates und schafft das notwendige Bewusstsein für Applikationsrisiken bei den Stakeholdern.

app-view-Box-in-box colour coding

Schritte:

  1. Erstellen Sie eine Analyse, um die Ablaufdaten aus der Perspektive Ihrer Applikationskomponenten per Farbcodierung zu visualisieren:

    • Erstellen Sie eine Suche, die Ihre Applikationskomponenten, eingeschränkt auf die relevanten Ordner, abruft.
    • Erstellen Sie aus Ihren Suchergebnissen eine Box-in-Box-Visualisierung, um zu zeigen, welche Technologien, die Ihre Applikationskomponenten bedienen, ihr End-of-Life erreichen.
    • Verwenden Sie für die Box-in-Box-Visualisierung die folgende Hierarchie: Application Component → served by → System Software.
    • Verwenden Sie Farbcodierung, um Ablaufdaten zu visualisieren.
  2. Alternativ können Sie die Applikationen und die zugrunde liegende System-Software auch gruppiert nach Capabilities (Fähigkeiten) visualisieren: Capability → realized by → Application Component → served by → System Software.

Daten aktuell halten

Technologieportfolios ändern sich ständig. Um eine nachhaltige Datenqualität zu gewährleisten, müssen Sie den Pflegeaufwand verteilen. Nutzen Sie ADOIT Forms, um eine verteilte Pflege zu etablieren. Dies ermöglicht es Fachexperten und Applikationsverantwortlichen, Aktualisierungen einfach beizusteuern, ohne tiefgreifendes Wissen über das Repository zu benötigen.

forms-questions

Schritte:

  1. Neue Technologien anfragen. Verwenden Sie das vordefinierte Formular „Request a new technology“, um Kollegen die Möglichkeit zu geben, neue Technologien für das Portfolio vorzuschlagen. Sie finden die vordefinierten Formulare unter „Templates“ und „Import best practice templates“.
  2. Regelmäßig überprüfen. Verwenden Sie das vordefinierte Formular „Technology: Data Update“, um Technologieverantwortliche zu bitten, Versionen und Lebenszyklusdaten regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren.
  3. Wissen, was im Einsatz ist. Verwenden Sie das vordefinierte Formular „Application: Data Update“ (wie im Solution Guide für Application Portfolio Management erwähnt) und stellen Sie sicher, dass der Bereich zur Auswahl der zugrunde liegenden Technologien aktiviert ist. So können Applikationsverantwortliche ihre eigenen Abhängigkeiten dokumentieren.

ArchiMate-Elemente und Beziehungen für diese Solution

Wenn Sie das Metamodell-Profil „ADOIT for Lean Architecture Fans“ wie bereits zuvor in diesem Guide empfohlen verwenden, werden für diese Solution die folgenden Elemente und Beziehungen verwendet:

ArchiMate-Beziehungen